Wenn ich für Models Sedcards drucke, dann wird teilweise ein sogenannter Proof angefertigt. Teilweise deswegen, weil dieser Probedruck 30 Euro kostet und daher häufig aus Kostengründen darauf verzichtet wird.
Sinn des Proofs ist die Beurteilung des späteren Druckergebnisses. Dazu werden spezielle Proof-Drucker verwendet, die den späteren Druckvorgang simulieren können.
Der Eindruck der gedruckten Bilder unterscheidet sich teilweise erheblich vom dem Eindruck, den man vorher am Bildschirm, beim Ausdruck mit dem Tintenstrahldrucker oder bei der Ausbelichtung als Foto hat. Das liegt zum einen daran, dass die Farbwiedergabe dieser Geräte in aller Regel nicht genormt ist und zum anderen einfach an technischen Randbedingungen.
Ein schönes Beispiel für die unterschiedliche Wirkung von Fotos im Druck sieht man in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift ADAC Motorwelt auf Seite 19: Dort ist das Portrait eines Mannes in einer Anzeige zweimal abgedruckt: Einmal in Heft selbst und einmal auf der beigeklebten Antwortkarte. Beide Bilder sehen vom Farbeindruck völlig unterschiedlich aus. In diesem Fall kommen die Unterschiede hauptsächlich vom unterschiedlichen Bedruckpapier.
Meine Empfehlung: Beim Druck von Sedcards kann man in aller Regel auf den Proof verzichten, da eine absolute Farbtreue nicht erforderlich ist. Wird diese Farbtreue aber gewünscht, führt kein Weg an einem Proof vorbei.





Ein Kommentar
19. Februar 2009 um 17:45
Ein Verzicht auf einen Proof bei einem so sensiblen Endprodukt wie einer Setcard halte ich nicht für empfehlenswert. Ein Proof ermöglicht immerhin eine relative Sicherheit, insbesondere was die Hauttöne angeht, denen sicherlich bei einer Setcard ein Hauptaugenmerk gilt. Alles andere wäre ein Blindflug.