Seit etwa 10 Jahren verwende OMORI als Name für mein Fotostudio und auch als Kurzname in Foren und Blogs. Gelegentlich werde ich per eMail oder am Telefon mit “Herr Omori” angesprochen.
Oft werde ich gefragt, woher dieser Name kommt und warum ich ihn verwende.
Der Hintergrund ist ganz einfach: Ich habe einen Namen gewählt, der ungewöhnlich ist, damit man sich besser dran erinnert als an den Namen Müller oder Kirchner.
Und das hat sich auch sehr bewährt: Ich treffe oft Leute, die ich jahrelang nicht gesehen habe. Sie haben alles von mir vergessen, aber an das Wort OMORI erinnern sie sich. Auch Leuten, die mich nur einmal kurz getroffen haben, bleibt das Wort eher im Gedächtnis.
Wenn ich gefragt werden, was der Name bedeutet, so antworte ich, dass das Wort aus dem Japanischen kommt und “Große Menge” bedeutet, aber auch einfach nur ein Eigenname ist.
Die etwas längere Geschichte zu diesem Namen habe ich bisher noch nicht erzählt:
Es war im Jahre 2000, ich war als als Unternehmensberater tätig und hatte gerade mit meinen Kollegen gemeinsam eine kleine Broschüre erstellt, die Anleitungen zu speziellen Management-Methoden enthielt. Diese Broschüre hatten wir außer in deutscher Sprache auch ins Englische und ins Französische übersetzt, da wir europaweit im Einsatz waren.
Bei einem Seminar der Business-School INSEAD traf ich einen japanischen Manager, der von meinen Ideen so angetan war, dass er mich fragte, ob er die Broschüre auch in seiner Firma in Japan verwenden dürfe. Selbstverständlich stimmte ich zu. Die Texte wurden dann ins Japanische übersetzt, da die meisten seiner Mitarbeiter der englischen Sprache nicht mächtig waren.
Wenige Wochen später bekam ich einen Anruf von ihm. Er fragte mich, ob ich nicht auf seine Kosten nach Japan kommen wolle, um seinen Mitarbeitern direkt diese Management-Methoden zu vermitteln. Über diese Wertschätzung meiner Arbeit freute ich mich natürlich ganz besonders.

Ich verbrachte eine Woche vor Ort in Tokyo, die mir als sehr arbeitsintensive und spannende Zeit in Erinnerung geblieben ist. Insbesondere der kulturelle Austausch mit den japanischen Mitarbeitern, der in dieser Zeit stattfand, war sehr wichtig für mich. Und ich habe seitdem nie wieder so gutes Sushi gegessen ….
Als ich einige Monate später nach einem Namen für mein zweites berufliches Standbein, die Fotografie, suchte, kam mir sofort der Name OMORI wieder in den Sinn. Es war der Name des Stadtteils von Tokyo, in dem ich während meiner Zeit dort gewohnt hatte.
Also hat der Name OMORI eigentlich nichts mit Fotografie zu tun, aber er hat alle meine fotografischen Aktivitäten seit dieser Zeit begleitet.





Ein Kommentar
4. Juli 2010 um 11:08
Ich finde es immer wieder schön, mal hinter die Kulissen zu schauen.
Der Name OMORI ist kurz und einprägsam. Herzlichen Glückwunsch im übrigen zum 10-jährigen Jubiläum.
Dank der tollen Geschichte, bleibt der Name jetzt erst recht im Hinterkopf hängen.