Tipps für den Photokina-Besuch

Von meinem gestrigen Photokina-Besuch habe ich viele Eindrücke mitgenommen. Einige davon möchte ich hier als Tipp für Euren Besuch weitergeben:

  • Zur Mittagszeit wird es sehr schwer, an etwas Essbares zu kommen. Die Schlangen an den Essens-Ständen sind extrem lang. Es ist aber erlaubt, sich in den Restaurant-Bereichen hinzusetzen und selber mitgebrachtes Essen zu verzehren. Also mein Tipp: Brote schmieren und mitnehmen.
  • Wenn Ihr die neue Canon 5D Mk2 anschauen wollt: Bringt genug Geduld mit oder lasst es sein. Die Menschentraube um die Kamera herum war schon am Donnerstag immens, wird also am Wochenende noch größer sein.
  • Besucht nicht nur die Hallen mit den großen Herstellern (Halle 2 etc), sondern auch die Hallen mit den vielen kleinen Herstellern, u.a. aus China (z.B. Halle 6, 9 und 10). Da gibt es viele interessante Sachen zu sehen, die man für die nächsten 2 Jahre wahrscheinlich in Europa nicht wieder sieht. Und man kann so manches Schnäppchen machen. Eigentlich ist wohl der Verkauf auf der Messe nicht vorgesehen, aber einige Chinesen halten sich nicht daran und verramschen alles, was nicht niet und nagelfest ist (Objektivdeckel und Sonnenblenden für wenige Euro, Stoff- und Papierhintergründe, günstige Fototaschen, …)
  • Was mich besonders gewundert hat: Viele europäische und amerikanische Produkte werden von den Chinesen 1:1 kopiert und für einen Bruchteil des Preises verkauft. Die Herren vom Zoll habe ich auf der Messe bereits im Einsatz gesehen, wahrscheinlich waren sie unterwegs, den einen oder anderen Stand zu räumen bzw. zu schließen.
  • Für Halle 1 ist der Eintritt frei. Dort sind viele interessante Fotoausstellungen zu sehen, Berufsverbände der Fotografen haben ihren Stand und auch Fotozeitschriftsverlage zeigen ihr Angebot. Wichtig zu wissen: Wenn man aus Halle 1 in die anderen Hallen zurück möchte, muss man wieder die Eintrittskarte vorzeigen (die man hoffentlich noch hat). Auch zum Verlassen der Messe benötigt man wieder die Eintrittskarte.
  • Ich habe nur eine kleine Kompaktkamera mitgenommen. Viele andere Besucher hatten ihre Spiegelreflex bestückt mit dem dicksten Objektiv dabei. Warum, wird mir ein Rätsel bleiben.
  • An vielen Ständen werden Show-Fotoshootings gezeigt. Dabei ist die Qualität der Fotografen allerdings sehr unterschiedlich. Aber man hat ja genügend Auswahl, wenn einem der Stil des Fotografen nicht gefällt, schlendert man einfach weiter zum nächsten Stand.
  • Es ist absolut empfehlenswert, sich bereits vor dem Messebesuch die genauen Standorte der Firmen, die man besuchen möchte, herauszuschreiben. Canon und Nikon wird man zwar kaum verfehlen können, aber insgesamt ist die Messe so riesig, dass man ohne eine genaue Zielsetzung nach kurzer Zeit verloren ist.

Insgesamt hat sich der Besuch für mich in jedem Fall gelohnt. Ich habe viele neue Kontakte geknüpft und bereits bestehende Geschäftsbeziehungen vertieft. Außerdem habe ich Robert Kneschke getroffen, den ich bisher nur von seinem Blog her kannte. Christian Ahrens, der auf Fotografr einen Gastbeitrag verfasst hat und den ich auch gerne getroffen hätte, habe ich leider knapp verpasst.