
Heidelberg, Januar 2009
Make Up und Hairstyling: Dana Maiterth
Die optimale Körpergröße bei weiblichen Models liegt zwischen 1,70 und 1,80 m. Wenn das Model kleiner ist, kann auch schon einmal Photoshop nachhelfen, wie man hier sieht:
Bitte die Maus über das Bild führen!
Model: Angie, Dezember 2008
Das Werbeshooting war recht kurzfristig angesetzt und ich hatte meine Mühe, kurzfristig eine Visagistin zu bekommen. Also ging ich noch einmal meine (eigentlich recht lange Liste) der Make-Up Artisten durch.
Bei einem (männlichen) Visagisten hatte ich dann glücklicherweise doch Erfolg. Schlucken musste ich nur, als er für das zweistündige Shooting 250 Euro plus Mwst verlangte (bei einem Anfahrtsweg von ca. 8 km). Aber was blieb mir übrig.
Am nächsten Tag rief er dann an und sagte das Shooting ab, weil ihn eingefallen war, dass er zu dem betreffenden Termin doch keine Zeit hat …

Business – Fotoshooting Oktober 2008
Models: Angela und Bernhard
Vor einiger Zeit kam eine taubstumme Kundin in mein Studio. Die Reservierung des Termins lief über eMail und wir haben auch kein Vorgespräch vor dem Termin gemacht. Dass sie taubstumm ist, habe ich erst erfahren, als sie zusammen mit ihrem Freund mein Fotostudio betreten hat. Ihr Freund war zwar auch hörgeschädigt, konnte sich aber einigermaßen verständlich machen. Die Kundin selber konnte ein wenig von den Lippen ablesen, das gestaltete sich aber eher schwierig, weswegen sie die gesamte Kommunikation ihrem Freund überlies.
Als ich die Kundin dann vor der Kamera hatte, merkte ich auf einmal, dass meine übliche Art, mit der zu fotografierenden Person zu arbeiten, nicht mehr funktionierte. Erst da wurde mir bewusst, dass ich normalerweise mit der Kamera vor dem Auge mit der Person rede. Aus der Gewohnheit heraus machte ich das auch dieses mal, merkte dann aber, dass das Unsinn war. In diesem Moment fühlte seltsamerweise ICH mich behindert, da ich nicht mehr so kommunizieren konnte wie gewohnt.
Irgendwie ging es dann natürlich doch, aber es war ein sehr nachdenklich stimmendes Ereignis für mich.
Während eines Werbeshootings erzählt uns die zu fotografierende Person – ein Prominenter – von seinen bisherigen Fotoshooting-Erlebnissen. Bei einem der letzten Shootings musste er für ein einziges Foto 5 Stunden vor der Kamera stehen. Und neben dem Fotografen sorgten 15 Assistenten dafür, dass alles ins rechte Licht gerückt wurde.
Er schien sehr entspannt, dass bei unserem aktuellen Shooting mit deutlich weniger Aufwand gearbeitet wurde. Na ja, geht auch gar nicht anders, ich kenne gar keine 15 Assistenten, die ich bei einem Shooting einsetzen könnte …
Beim telefonischen Vorgespräch teilte mir der Kunde mit, dass er gerne als Transvestit fotografiert werden möchte. Ich habe schon so manche ausgefallenen Wünsche der Kunden erfüllt, daher bringt mich auch dieser Wunsch nicht aus dem Konzept. Zur Sicherheit bereite ich die Visagistin schon einmal darauf vor, dass sie entsprechend ausgerüstet kommen soll.
Als der Kunde dann im Studio steht, stellt sich heraus, dass es hier ein Missverständnis gegeben hat. Weiter lesen

Fotoshooting im August 2008, Model und Makeup: Lena
In dieser Woche war ich zu einem Fotoshooting in einem Abbruch-Haus. Eine Tür war nicht mehr vorhanden und die Location versprach wegen der Graffiti gute Fotos.
Zuerst fotografierten wir vor dem Haus, bei Einbruch der Dunkelheit gingen wir dann nach drinnen. Durch das Blitzen meiner Blitzanlage angelockt kamen kurze Zeit später zwei Polizisten auf Streife vorbei.
Was wir hier machen würden (… dumme Frage, wonach sieht es denn aus …), fragten sie uns. Nachdem wir ein paar freundliche Worte mit ihnen gewechselt hatten, waren sie davon überzeugt, dass wir hier keine Straftat begehen und zogen wieder von dannen.

Model: Jasmin Makeup und Hairstyling: Laura
September 2008
Martin fragt in seinem Blog nach dem entscheidenden Moment im Fotografenleben seiner Leser. Hier meine Antwort darauf:
Ein ganz wichtiger Schritt für mich war sicher der Übergang von der analogen zur digitalen Fotografie. Durch diesen Schritt ergaben sich für mich Möglichkeiten, die ich vorher nicht hatte.
Sicher, ich stand auch während der analogen Zeit in der Dunkelkammer, habe Bilder abgewedelt, getont und retuschiert, aber wenn ich mir die Ergebnisse heute anschaue, sieht man doch den deutlichen Unterschied (zum positiven hin), der sich mit der digitalen Fotografie ergeben hat.
Ich erinnere mich sehr ungern an den Moment, an dem die Diastreifen vom Entwicklungsservice zurück kamen. Mit einer Schneidemaschine mussten sie geschnitten, dann gerahmt und beschriftet werden. Eine Arbeit, die ich gehasst habe. Heute kann ich mich viel mehr auf die kreativen Seiten der Fotografie und der Postproduction konzentrieren.
Und was hat das ganze mit dem Tokyo Tower zu tun? (Das Bild oben habe ich tatsächlich in Tokyo aufgenommen und nicht etwa in Paris!).
Im Jahr 2000 habe ich das erste mal bei einer Auslandsreise gewagt, die analoge Kamera zu Hause zu lassen und ausschließlich mit einer digitalen Kamera zu fotografieren. Dabei ist auch das Bild vom Tokyo Tower entstanden (ohne Stativ aus der Hand). Kurze Zeit später habe ich den endgültigen und vollständigen Wechsel hin zur digitalen Fotografie vollzogen.