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Beiträge aus der ‘Tipps für Fotografen’ Kategorie

Location-Miete: 2,5 Millionen Dollar

Für Fotoshootings, die on location stattfinden, muss häufig eine Location-Miete bezahlt werden. Erfahrene Location-Scouts kennen die interessanten Locations und vermitteln Häuser, Wohnungen u.s.w. für Shootings und Filmdrehs.

Teilweise werden recht hohe Beträge gezahlt. Für die Drehgenehmigung im Louvre für den Film “Da Vinci Code” beispielsweise sind 2,5 Millionen Dollar gezahlt worden.

Da bin ich froh, dass Fotografie-Genehmigungen teilweise auch über gute Beziehungen zu bekommen sind.

17 Nov 2008

Arbeit von Mauritius aus

Seit einiger Zeit stehe ich in regem Mailverkehr mit einem deutschen Geschäftspartner. Gewundert hat mich nur immer, dass seine Mails sehr früh morgens abgeschickt werden. Nun ja, wahrscheinlich leidet er unter Schlaflosigkeit oder muss rund um die Uhr arbeiten.

Wie einfältig von mir! Heute teilt er mir mit, dass er von Mauritius aus arbeitet. Das Internet macht es möglich. Ich schaue mich schon einmal nach dem nächsten Flug um, denn die Idee ist gut!

14 Nov 2008

Ein Fotograf muss leidensfähig sein

Im Urlaub um 4:00 Uhr morgens aufstehen, “nur” um ein Sonnenaufgangs-Bild zu machen, das kann nur einem Menschen einfallen, der mit Leidenschaft fotografiert. Daniel ist so einer, und er beschreibt sehr anschaulich, dass sich die Selbstüberwindung, zu einer solch unchristlichen Zeit aufzustehen, absolut lohnen kann.

Daher meine Empfehlung: Auch einmal ausprobieren!

10 Okt 2008

Bezahlung der Fotomodels

Robert hat auf seinem Blog einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wie er seine Models bezahlt und wie das andere handhaben. Das ist sehr interessant zu lesen.

In der Realität gibt es tatsächlich alle möglichen Ausprägungen:

  • Model zahlt den Fotografen
  • Fotograf zahlt das Model
  • Auftraggeber des Fotografen zahlt das Model
  • Keiner zahlt (TfP)

Und es passiert natürlich auch oft, dass das Model denkt: Mehr lesen…

30 Sep 2008

Tipps für den Photokina-Besuch

Von meinem gestrigen Photokina-Besuch habe ich viele Eindrücke mitgenommen. Einige davon möchte ich hier als Tipp für Euren Besuch weitergeben:

  • Zur Mittagszeit wird es sehr schwer, an etwas Essbares zu kommen. Die Schlangen an den Essens-Ständen sind extrem lang. Es ist aber erlaubt, sich in den Restaurant-Bereichen hinzusetzen und selber mitgebrachtes Essen zu verzehren. Also mein Tipp: Brote schmieren und mitnehmen.
  • Wenn Ihr die neue Canon 5D Mk2 anschauen wollt: Bringt genug Geduld mit oder lasst es sein. Die Menschentraube um die Kamera herum war schon am Donnerstag immens, wird also am Wochenende noch größer sein.
  • Besucht nicht nur die Hallen mit den großen Herstellern (Halle 2 etc), sondern auch die Hallen mit den vielen kleinen Herstellern, u.a. aus China (z.B. Halle 6, 9 und 10). Da gibt es viele interessante Sachen zu sehen, die man für die nächsten 2 Jahre wahrscheinlich in Europa nicht wieder sieht. Und man kann so manches Schnäppchen machen. Eigentlich ist wohl der Verkauf auf der Messe nicht vorgesehen, aber einige Chinesen halten sich nicht daran und verramschen alles, was nicht niet und nagelfest ist (Objektivdeckel und Sonnenblenden für wenige Euro, Stoff- und Papierhintergründe, günstige Fototaschen, …)
  • Was mich besonders gewundert hat: Viele europäische und amerikanische Produkte werden von den Chinesen 1:1 kopiert und für einen Bruchteil des Preises verkauft. Die Herren vom Zoll habe ich auf der Messe bereits im Einsatz gesehen, wahrscheinlich waren sie unterwegs, den einen oder anderen Stand zu räumen bzw. zu schließen.
  • Für Halle 1 ist der Eintritt frei. Dort sind viele interessante Fotoausstellungen zu sehen, Berufsverbände der Fotografen haben ihren Stand und auch Fotozeitschriftsverlage zeigen ihr Angebot. Wichtig zu wissen: Wenn man aus Halle 1 in die anderen Hallen zurück möchte, muss man wieder die Eintrittskarte vorzeigen (die man hoffentlich noch hat). Auch zum Verlassen der Messe benötigt man wieder die Eintrittskarte.
  • Ich habe nur eine kleine Kompaktkamera mitgenommen. Viele andere Besucher hatten ihre Spiegelreflex bestückt mit dem dicksten Objektiv dabei. Warum, wird mir ein Rätsel bleiben.
  • An vielen Ständen werden Show-Fotoshootings gezeigt. Dabei ist die Qualität der Fotografen allerdings sehr unterschiedlich. Aber man hat ja genügend Auswahl, wenn einem der Stil des Fotografen nicht gefällt, schlendert man einfach weiter zum nächsten Stand.
  • Es ist absolut empfehlenswert, sich bereits vor dem Messebesuch die genauen Standorte der Firmen, die man besuchen möchte, herauszuschreiben. Canon und Nikon wird man zwar kaum verfehlen können, aber insgesamt ist die Messe so riesig, dass man ohne eine genaue Zielsetzung nach kurzer Zeit verloren ist.

Insgesamt hat sich der Besuch für mich in jedem Fall gelohnt. Ich habe viele neue Kontakte geknüpft und bereits bestehende Geschäftsbeziehungen vertieft. Außerdem habe ich Robert Kneschke getroffen, den ich bisher nur von seinem Blog her kannte. Christian Ahrens, der auf Fotografr einen Gastbeitrag verfasst hat und den ich auch gerne getroffen hätte, habe ich leider knapp verpasst.

26 Sep 2008

Dumping-Preise für Produktfotos

Ein befreundeter Fotograf hat ein Jahr lang regelmäßig Produktfotos für den Werbeprospekt eines Feinkostgeschäfts gemacht. Er hat Weinflaschen, Trüffelpasteten und ähnliches fotografiert und in seinem Studio sah es dann aus wie in einer Gourmetbude. Als Honorar bekam er 30 Euro pro Produkt.

Von einem Tag auf den anderen war er den Job los. Wie er anschließend erfuhr, hatte ein Mitbewerber 15 Euro für jedes Produktfoto geboten und prompt den Auftrag übernommen.

Heute morgen hat die Besitzerin eines Online-Shops für Kleidungsstücke bei mir angefragt. Ich soll für ihren Online-Katalog T-Shirts, Hosen und so weiter fotografieren. Pro Produkt braucht sie 6 verschiedene Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln und möchte 2 Euro pro Produkt bezahlen. So günstig habe sie es bei ihrem bisherigen Fotografen auch bekommen.

Ich fürchte, bei diesen Preisen kann ich nicht mithalten.

13 Aug 2008

Ist Copyright noch zeitgemäß ?

Prof. Faulhaber von der University of Philadelphia behauptet sehr provokativ: Das Copyright ist tot.
Ist das jetzt wirklich provokativ oder entspricht das bereits der Realität?

Gerade für Fotografen wäre das dramatisch, da so ein wichtiger Einnahmezweig wegfällt. Andererseits muss man den Realitäten in’s Auge sehen: Musik, Bilder und andere Medien sind durch das Internet immer und überall verfügbar, das Unrechtsbewusstsein der meisten Personen ist nicht vorhanden, wenn sie sich an dieser Auswahl ungeniert bedienen.

Da tut es gut, wenn durch eine neue Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung Informationen zum Thema Urheberrecht geliefert werden. Und diese Informationen sind als pdf-Download dieses mal wirklich kostenlos und sehr lesenswert. Vielleicht ist das Urheberrecht, also das Recht der Urheber, doch noch nicht so tot. Ansonsten wird es nämlich bald keine Urheber mehr geben. Die sind dann nämlich genauso tot wie ihre Rechte.

16 Jun 2008

Einstieg in die Stock-Fotografie

Markus hat in seinem Blog eine sehr gute Einführung in die Stock-Fotografie geschrieben. Auch wenn er sich auf Microstock-Agenturen konzentriert, gelten die meisten Tipps auch für herkömmliche Agenturen (die Grenzen verschwimmen ohnehin immer mehr).

Ein kleine Anmerkung: Die Tipps zur technischen Aufbereitung, die Markus gibt,  sollte man bei seiner eigenen Agentur hinterfragen. Jede Agentur hat unterschiedliche Vorgaben. Ein extremes Beispiel, das ich erlebt habe: Die meisten Agenturen lehnen ein Hochskalieren der Bilder aus gutem Grund ab. Eine Agentur, mit der ich zu tun hatte, verlangte bei allen Bildern ein Hochskalieren auf 50 MB. In meinen Augen ein obsoluter Unsinn, aber so war die Vorgabe …

29 Apr 2008

Vorsicht mit Blende 32!

Eine Erkenntnis der letzten Woche: Vorsicht bei der Verwendung von Blende 32. Der Sensor muss dann schon sehr sauber sein, ansonsten sieht man jeden Krümel auf dem Bild.

Ist eigentlich klar. Im Winterhalbjahr habe ich aber überhaupt nicht mit Blende 32 arbeiten können und war bei dem jetzt wieder besseren Wetter ein wenig überrascht ….

Kommentare

Sam @ 20.04.2008 22:47 CEST
Blende 32 ist doch super … wenn man vor hat den Sensor zu reinigen.

Ich vergess regelmässig meinen Sensor auf Flecken zu prüfen und merk das dann leider oft auch erst nach dem Shooting :(

20 Apr 2008

Fachlabor kennt AdobeRGB nicht

Es gibt viele Fotolabore, die den Farbraum AdobeRGB nicht optimal verarbeiten können. Es wird dann einfach nach dem Profil sRGB geprintet. Das ist natürlich nicht optimal, wenn man selber AdobeRGB verwendet (wie das von den meisten Bildabnehmern gefordert wird).

Heute war ich in einem sogenannten Fachlabor und habe danach gefragt, welchen Farbraum sie verarbeiten können. Die Dame schaute mich einen Moment verwirrt an (so eine Frage hört sie wohl nicht so oft).
Dann fiel es ihr aber doch ein: “RGB”, sagte sie.
Meine Frage “sRGB oder AdobeRGB” ließ sie wieder stutzen. In ihren Augen konnte ich lesen “Scheibenkleister, was ist denn da jetzt der Unterschied…?”
Sie ließ sich aber nichts anmerken und antwortete tapfer: “Das ist egal”.

Irgendwie fehlte mir aber das rechte Vertrauen in diese Aussage und ich verlies das Labor. Der Besuch hat ohnehin nur der Information gedient, ich bleibe meinem bisherigen Labor treu.

Kommentare

R. Kneschke @ 08.04.2008 10:04 CEST
Solche Aussagen habe ich mittlerweile so oft gehört, dass ich oft schon freiwillig selbst nach sRGB konvertiere…
7 Apr 2008
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