Ich vergebe pro Jahr etwa 10 – 20 Druckaufträge an Druckereien. Dafür nutze ich in den meisten Fällen Online-Druckereien. Die Abwicklung ist schnell und unkompliziert und die Qualität ist fast immer gut.
Aktuell habe ich einen Auftrag (Umfang ca. 500 Euro), den ich an eine lokale Druckerei vergeben möchte. Auf telefonische Anfrage kam die Anwort: “Da müssen Sie schon vorbei kommen, das können wir am Telefon nicht besprechen.” OK, soll mir recht sein.
Vor Ort nahm der Inhaber der Druckerei dann meine Wünsche auf und versprach, ein Angebot zu schicken.
Als nach einer Woche noch kein Angebot vorlag, hakte ich telefonisch nach: Nein, das Angebot sei noch nicht fertig, das dauert noch.
Völlig fassungslos wurde ich dann bei der Nachfrage: “Soll ich Ihnen Bescheid sagen, wenn das Angebot fertig ist?” Ja, was denn sonst?
Nun, nach zwei Wochen, liegt immer noch kein Angebot vor.
Allerorten ist von der schlechten Branchenstimmung im Druckerei-Bereich die Rede, die Firma Heidelberger Druckmaschinen arbeitet kurz und entlässt viele Hundert Mitarbeiter. Viele Druckereien gehen in den Konkurs. Und es wird auf die Online-Druckereien geschimpft, die angeblich die Preise verderben.
Vielleicht sollte sich aber der eine oder andere lokale Druckerei-Besitzer auf den Hosenboden setzen und seine Kunden so bedienen, wie sie das von Online-Druckereien gewohnt sind (am besten sogar besser, denn er hat ja den Vorteil der räumlichen Nähe).